Yoga als Medizin?

„Entspannungsübungen statt Betablocker“ oder „Atmen gegen Asthma“- wirkt Yoga wie Medizin? fragen die Verfasser des Beitrages in der Zeitschrift „Brigitte“. In der Tat lässt sich sagen: Yoga wirkt – Beispiele gibt es reichlich:

  • Nach einem zehnwöchigen Hatha-Yoga-Kurs zeigte sich bei den Teilnehmern eine substantielle Verbesserung des Baroreflexes, zuständig für die Regulation des Herz-Kreislauf-Systems. Und zwar nicht nur infolge der körperlichen Ertüchtigung: die Vergleichsgruppe, die Aerobic machte, zeigte keine diesbezügliche Wirkung
  • Indische Ärzte führten 2004 bei TBC-Patienten ergänzend zur Behandlung mit Antibiotika regelmäßig Pranayama (Atemübungen) durch. Nach acht Wochen wurden bei 80% dieser Patienten keine Erreger mehr nachgewiesen. Bei der ausschließlich mit Antibiotika behandelten Kontrollgruppe wurde, waren es nur 20%.
  • Englische Medziner fanden, dass spezielle Yoga-Atemübungen die Symptome bei Asthma linderten.
  • Thema „Depressionen“: die Teilnehmer einer Pilotstudie in den USA fühlten sich nach einem mehrwöchigen Yogakurs deutlich besser mit weniger Angstzuständen als Probanden der Vergleichsgruppe. Es zeigte sich auch bei der “Yogagruppe” eine deutlich erhöhte Ausschüttung des “Stresshormons” Cortisol, welches für Energie in Belastungssituationen sorgt.

Allerdings: Yoga wirkt nicht wie Aspirin oder wie ein Medikament – zu den wichtigsten Wirkungen gehört sicherlich die Entspannung:

  • eine deutsche Studie dokumentiert: in der betrieblichen Gesundheitsförderung eingesetzt nahm innerhalb weniger Wochen Gelassenheit und Selbstvertrauen der Teilnehmer deutlich zu.
  • In einer amerikanischen Untersuchung waren bei den Teilnehmern deutlich mehr positive Gefühle nachweisbar – gemessen an den  Hirnströmen.
  • Auch die Immunabwehr, getestet mit einem Grippevirus, war in der “Yoga-Gruppe” deutlich stärker nachzuweisen als in der Vergleichsgruppe.

Hier ist der komplette Artikel brigitte.de/yoga-medizin.

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